CDRterra2 – Forschungsprogramm zur CO₂-Entnahme
CO₂-Entnahme als Baustein für Treibhausgasneutralität
CO₂-Entnahme als Baustein für Treibhausgasneutralität
CDRterra untersucht, welche Rolle die Entnahme von CO₂ aus der Atmosphäre für die Erreichung von Treibhausgasneutralität in Deutschland spielen kann – und unter welchen Bedingungen ihr Einsatz sinnvoll, wirksam und verantwortbar ist. Auch bei ambitionierter Emissionsminderung werden langfristig Restemissionen verbleiben, etwa in Landwirtschaft, Industrie oder Verkehr. Ihre Kompensation erfordert zusätzliche CO₂-Entnahme.
Die Fördermaßnahme schafft dafür eine wissenschaftliche Grundlage: Sie analysiert Potenziale, Risiken und Zielkonflikte verschiedener Ansätze und untersucht, wie sich CO₂-Entnahme in bestehende Klima- und Landnutzungssysteme integrieren lässt. Dabei wird klar eingeordnet: CO₂-Entnahme ist kein Ersatz für Emissionsreduktionen, sondern eine ergänzende Maßnahme mit begrenztem Potenzial.
Zehn Verbundprojekte untersuchten grundlegende Fragestellungen zu landbasierten Verfahren der CO₂-Entnahme. Im Fokus standen Potenziale, Nachhaltigkeitsaspekte, Risiken sowie der systematische Vergleich unterschiedlicher Methoden.
In der zweiten Phase arbeiten 17 Verbundprojekte, die an die Ergebnisse der ersten Phase anknüpfen und diese unter anwendungsnäheren Bedingungen weiterentwickeln. Im Zentrum stehen Fragen der praktischen Umsetzbarkeit, Integration in bestehende Systeme sowie Anforderungen an Messbarkeit und Regulierung. Gleichzeitig wird das Methodenspektrum erweitert und stärker in konkrete Handlungsoptionen übersetzt.
Die Verbünde decken ein breites Spektrum an CO₂-Entnahmeansätzen ab – von land- und forstbasierten Methoden über technische Verfahren bis hin zu Fragen der Bewertung, Governance und gesellschaftlichen Einbettung. Ziel ist ein systemisches Verständnis möglicher Beiträge von CO₂-Entnahme im Kontext nationaler und europäischer Klimastrategien.
Ein zentrales Element ist die übergreifende Synthese der Ergebnisse: Forschungserkenntnisse werden vergleichend ausgewertet, zusammengeführt und für Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit aufbereitet. Diese Aufgabe übernimmt das Synthese- und Transferprojekt CDRSynTra2. Über dieses Projekt wird das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Forschungsprogramm CDRterra an der Ludwig-Maximilians-Universität München koordiniert.
CDRterra – Forschungsprogramm zu landbasierten CO2-Entnahmemethoden